BUNDESIMMOBILIENGESELLSCHAFT M .B .H .
1030 WIEN NEULINGGASSE 29
POSTFACH 150
TEL (+43 1) 716 04-0 office@biggesmbh.at
FAX (+43 1) 716 04-1199 www.biggesmbh.at
RESTRUKTURIERUNG INFORMATIK
UNIVERSITÄT INNSBRUCK
TECHNISCHE FAKULTÄT
TECHNIKERSTRASSE 13 u. 21
Zahlen Daten Fakten
Baubeginn: Februar 2002
Gesamtfertigstellung: Dezember 2002
Errichtungskosten: EUR 5,5 Mio. inkl. Ust
Nettonutzfläche: 8.225 m2
Rauminhalt: 38.600 m3
Projekt: Restrukturierung Informatik
Bauherr: Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H
Projektverantwortlicher: Ing. Schwendemann
Nutzer: Leopold Franzens Universität Innsbruck
Technische Fakultät
Projektabwicklung:
Immobilienmanagementgesellschaft des Bundes m.b.H.
Landesdirektion Tirol
Bereichsdirektor: HR DI Gerald Lobgesang
Baumanagement: HR DI Bernhard Falbesoner
Reg.Rat Bmst. Franz Ehart
Projektleiter: Ing. Bertram Knoflach
Haustechnik: Ing. Hans Georg Pichler
Einreichplanung: Arch. DI Erich Gutmorgeth, Innsbruck
Ausführungsplanung und örtliche Bauaufsicht: BauManagement
Oswald GmbH, Hall
Statik:DI Alfred Brunnsteiner, Natters
Planung Gebäudetechnik:: TB Marco Kleinheinz, Schwaz
Planung Elektrotechnik: TB Haslinger & Gstrein OEG, Innsbruck
Die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H.
als Bauherr und Vermieter.
Die Bundesimmobiliengesellschaft m.b.H. hat seit ihrer Gründung
im Jahr 1992 bereits
227 Neubauvorhaben und Generalsanierungen mit dem Schwerpunkt Bundesschulen
und Hochschulen mit einem Gesamtvolumen von ca. EUR 1,3 Mrd. fertiggestellt.
Derzeit sind 69 Projekte mit Gesamtkosten von ca. EUR 370 Mio. in Ausführung,
zahlreiche neue Bauvorhaben befinden sich in Planung. Immer wieder
beweist die BIG,
dass trotz der grundsätzlichen Entsprechung von Kriterien der
Wirtschaftlichkeit und
Sparsamkeit anspruchsvolle, zukunftsweisende Architektur realisierbar
ist. Das wird
deutlich dokumentiert durch fünf Bauherrenpreise, verliehen durch
die
Zentralvereinigung der Architekten.
Durch laufende Investitionen in die Instandhaltung des Gebäudebestandes
auf ihren
rund 5.000 Liegenschaften mit etwa 7,2 Mio. m2 Nutzfläche sorgt
die BIG für die
Erhaltung wertvoller Gebäudesubstanz und schafft ein großes
Auftragsvolumen für
klein- und mittelständische Unternehmungen.
Der Verkauf von rund 4.035 Objekten in den letzten 5 Jahren (Wohnungen,
Stellplätze, etc.) brachte einen Gesamterlös von EUR 152
Mio., der letztlich dem
österreichischen Steuerzahler zugutekommt.
KONZEPT:
Die Gebäude der Technischen Fakultät wurden Ende der Sechzigerjahre
errichtet.
Im Jahr 2001 wurde durch die Universität Innsbruck eine Erhebung
des
Raumbestandes der Fakultät für Bauingenieurwesen und Architektur
auf vorhandene
Raumreserven durchgeführt.
Auf Basis dieser Erhebung wurde ein Konzept für eine räumliche
Restrukturierung der
beiden Institutsgebäude erarbeitet.
Das Ergebnis dieser Studie zur sinnvollen Nutzung aller Raumreserven
zeigte, dass
Bereiche des Bauingenieurgebäudes in das Architekturgebäude
übersiedelt werden
sollten. Letztendlich könnte durch eine gesamte Restrukturierung
aller Institutsbereiche
das 1. und 2. Obergeschoss im Bauingenieurgebäude für Informatik
freigemacht
werden.
Der erste Teil dieser Restrukturierung wurde in folgende Schritte unterteilt:
Die Unterrichtsräume aus den Obergeschossen wurden in den ebenerdig
liegenden
Zeichensaaltrakten untergebracht. Die im KG angesiedelten Archiv -
und Lagerräume
wurden zusammengefasst, um zusätzliche Flächen zu schaffen.
UMSETZUNG:
Durch die neue Einteilung und Verkleinerung der bestehenden Zeichensaalflächen
konnte jeweils 1/3 der Nutzflächen für die erforderliche
Umsiedelung der
Unterrichtsräume gewonnen werden. Im Bauingenieurgebäude
wurden 2 große und 3
kleine Hörsäle geschaffen. Im Architekturgebäude konnten
4 Informatik-Übungsräume
und weitere 2 Hörsäle sowie ein Unterrichtsraum untergebracht
werden.
Der Zugang erfolgt im Erdgeschoss über neue Verbindungsbrücken
zu den
Erschließungsgängen. Die restlichen Flächen bleiben
als Zeichensäle erhalten.
Im Zuge der Adaptierungsmaßnahmen wurden umfangreiche Maßnahmen
in Hinblick
auf Brandschutz und Sicherheit durchgeführt. So wurden insbesondere
bei den
Erschließungsgängen Fluchtrampen bzw. Treppen als zweiter
Fluchtweg ins Freie
angebaut. Das Hauptstiegenhaus im Architekturgebäude wurde als
eigener
Brandabschnitt ins Kellergeschoss verlängert und geschlossen ins
Freie geführt.
Das ehemals komplett eingeschüttete Kellergeschoss des Architekturtraktes,
das als
Archiv- bzw. Lagerfläche diente, wurde freigegraben und dadurch
in vollwertig nutzbare
Büro- und Arbeitsräume umgewandelt. Die Absenkung des Fußbodenniveaus
zwischen
Institutsgebäude und Zeichensälen ermöglicht eine Neuerschließung
des Gesamtareals
von Süden her und dient zugleich der Belichtung des neu entstandenen
Erdgeschosses. Durch die Erneuerung des Fußbodenaufbaues war
es möglich eine
wasserdichte Wanne einzubauen, um künftig bei Grundwasserhöchstständen
Wassereinbrüche zu verhindern. Damit die neu geschaffenen Räumlichkeiten
den
geforderten hohen Standard der neuen Nutzung entsprechen, wurden alle
haustechnischen Anlagen komplett neu installiert. Der Verzicht auf
Einbauten und die
Ausführung notwendiger Trennwände in Glas soll das gesamte
Untergeschoss
transparent und offen halten und zugleich eine angenehme Atmosphäre
schaffen.
Diese Räumlichkeiten dienen nun als Seminar- und Rechnerräume
für die Informatik
(Osttrakt) bzw. Architektur-Werkstätte, Medienlabor und Arbeitsräume
(Westtrakt).
Das bestehende Foyer des Institutsgebäudes wurde nach Süden
hin erweitert.
Durch die Einbeziehung des Untergeschosses entstand ein zweigeschossiger
Ausstellungs- und Veranstaltungsraum.
© feilfoto.at